Wärme aus Holz und Sonnenenergie – das Nahwärmenetz Hallerndorf
Seit Ende 2016 fließt in der Gemeinde Hallerndorf im oberfränkischen Landkreis Forchheim erneuerbare Wärme, erzeugt durch Biomasse und Solarthermie.
Durch das Engagement des ehemaligen Bürgermeisters Torsten Gunselmann wurde in Zusammenarbeit der Gemeinde Hallerndorf und der naturstrom AG ein Wärmenetz realisiert, das über 120 Gebäude versorgt. Die Planungs- und Bauzeit betrug nur 1,5 Jahre.
Das unter anderem als „Energiekommune des Monats Oktober 2018“ durch die Agentur für Erneuerbare Energien ausgezeichnete Projekt nutzt zur Wärmeerzeugung Holzhackschnitzel aus der Region und Solarthermie. Hierfür wurden vier Biomasse-Heizkessel, eine 1.304 m² große Freiflächen-Solarthermieanlage und ein 85.000 Liter fassender Pufferspeicher installiert. Angeschlossen ist die Anlage an ein 6,9 km langes Trassennetz, womit vorwiegend private Haushalte, aber auch kommunale Liegenschaften versorgt werden. Eine Solaranlage auf dem Dach deckt einen Großteil des Strombedarfs der Energiezentrale.
Zahlreiche Gäste aus Gemeinden, Landwirtschaft und Politik haben sich bei Führungen bereits von diesem Energiekonzept inspirieren lassen.
Die Nahwärme-Kund:innen machen sich mit einem Anschluss unabhängig von fossilen Energien und steigenden CO2-Preisen. Hallerndorf profitiert jedoch nicht nur von der Energie der Anlage. Beim Bau der Nahwärmeleitungen wurden zusätzlich Leerrohre verlegt. Zu einem späteren Zeitpunkt können diese für den Ausbau der Glasfaserinfrastruktur genutzt werden.



