
Forschungsvorhaben
Das Transformationsprojekt Klimapakt2030plus baut auf umfassender wissenschaftlicher Forschung auf. Es beruht auf dem Ansatz der regionalen Transformationsräume, mit dem klimapolitische Maßnahmen in großräumigen Reallaboren erprobt werden.
Diese Forschungsvorhaben stehen im Zentrum des Projekts:
1. Simulationstool Energieflüsse: Unter Leitung des Energie Campus Nürnberg entwickeln vier Partnerhochschulen ein bundesweit einzigartiges Simulationstool (EMN_SIM) zur Visualisierung komplexer Energieflüsse (Strom, Mobilität und Wärme). Im Kontext des Reallabors Energieversorgung wird das Tool gemeinsam mit Energieversorgern und kommunalen Vertreter:innen erprobt.
2. Sozial-ökologische Forschung: Die HafenCity Universität begleitet und evaluiert die im Projekt Klimapakt2030plus durchgeführten Maßnahmen und eingesetzten Steuerungsinstrumente, insbesondere zu Fragen der Governance und Transformation zur Energiewende. Im Folgenden einige Ergebnisse.
Forschung kurz & knapp
In dieser Reihe wirft die HafenCity Universität Schlaglichter auf Fragestellungen, die die Energiewende in der Metropolregion voranbringen

Ein Klimaschutz-Monitoring kann Kommunen dabei unterstützen, ihre Klimaziele effektiver zu verfolgen, Fortschritte sichtbar zu machen und gezielt nachzusteuern. Doch wie gelingt ein solches Vorhaben? Zentrale Herausforderungen sowie geeignete Lösungsansätze hat die HafenCity Universität zusammengefasst.
Der Text beleuchtet den Prozess eines Klimaschutz-Monitorings anhand der Erfahrungen aus der Metropolregion Nürnberg. Im Fokus stehen dabei folgende Fragen: Welche Rolle spielt die Metropolregion als übergeordnete Ebene im Klimaschutz-Monitoring? Wie kann sie den Prozess koordinieren und den Austausch zwischen den Kommunen fördern? Und welche Rahmenbedingungen sind hierfür erforderlich?
Neben Kernergebnissen aus dem 2025 veröffentlichten Monitoringbericht stellt der Text auch die Methoden der Datenerhebung sowie den Aufbau des Monitorings dar.

Ein Großteil der Treibhausgasemissionen der Metropolregion Nürnberg geht auf den Gebäudesektor zurück. Eine höhere Energieeffizienz im Gebäudebestand ist daher ein zentraler Hebel für den Klimaschutz. Sie umfasst die Verbesserung der Energieeffizienz der Gebäude, Einsparungen durch verändertes Verhalten der Bewohner:innen sowie die Nutzung erneuerbarer Energien. Zwar gibt es vielfältige Förder- und Beratungsangebote, allerdings werden die Sanierungspotenziale noch nicht ausreichend ausgeschöpft.
Diese Analyse der HafenCity Universität (HCU) identifiziert eine Reihe von Hemmnissen, die der energetischen Sanierung von Wohngebäuden entgegenstehen. Ausgehend davon zeigt die Analyse Handlungsfelder und Strategien, wie sich die Hemmnisse überwinden lassen. Ein vielversprechender Ansatz ist die Einrichtung eines sogenannten One-Stop-Shops (OSS), der Beratungs- und Unterstützungsangebote bündelt und Eigentümer:innen auf ihrer gesamten Sanierungsreise begleitet.
Weitere Publikationen

Wie lässt sich transformative Forschung von der lokalen auf die metropolregionale Ebene übertragen? Dieser Frage widmet sich ein neuer wissenschaftlicher Beitrag der HafenCity Universität Hamburg (HCU), der im Rahmen der internationalen Planungskonferenz REAL CORP veröffentlicht wurde.
Bisher wurden transformative Forschungsmethoden wie Reallabore und Experimente hauptsächlich auf Quartiers- oder lokaler Ebene angewendet. Am Beispiel der Europäischen Metropolregion Nürnberg und dem Projekt Klimapakt2030plus analysieren die Autor:innen, wie diese skaliert werden können. Hierbei zeigen die Autor:innen, welche Besonderheiten bei der Energietransformation in Metropolregionen zu berücksichtigen sind, etwa Stadt-Land-Verflechtungen, und welche transformativen Instrumente im Projekt Klimapakt2030plus eingesetzt werden. Zu diesen Instrumenten zählen der Klimapakt als gemeinsames Leitbild, der Lenkungskreis als Steuerungsgremium sowie zwei Reallabore mit unterschiedlichen Experimenten zur Energieversorgung und zum Gebäudebestand.
Der Beitrag verdeutlicht, dass eine erfolgreiche Methodik zur Transformation von Metropolregionen großräumige Reallaboransätze mit lokalen Experimenten verbindet.
Den vollständigen Beitrag (englisch) finden Sie hier:




