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Brief nach Berlin: Metropolregion Nürnberg fordert bessere Chancen für Windkraft im Süden

Ein struktureller Wettbewerbsnachteil bremst den Ausbau der Windenergie im Süden Deutschlands. Deshalb hat sich der Lenkungskreis Klimapakt der Europäische Metropolregion Nürnberg in einem Schreiben an Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche und den Präsidenten der Bundesnetzagentur Klaus Müller gewandt.

Die Energiewende lebt von Engagement vor Ort. In der Metropolregion Nürnberg wurden in den vergangenen Jahren zahlreiche Windenergieprojekte geplant und genehmigt – getragen von Kommunen, regionalen Planungsverbänden, Unternehmen und einer aktiven Bürgerschaft. Doch aktuell zeigt sich ein strukturelles Problem: In den bundesweiten Ausschreibungen setzen sich aufgrund der hohen Konkurrenz vor allem Projekte aus windstärkeren Regionen durch. Viele genehmigte Projekte bei uns in der Region verschwinden dann in der Schublade – obwohl sie rechtlich genehmigt, planerisch gewollt und gesellschaftlich akzeptiert sind.

Deshalb hat der Lenkungskreis Klimapakt der Metropolregion Nürnberg ein Schreiben an Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche und den Präsidenten der Bundesnetzagentur, Klaus Müller, übermittelt.

Unsere zentralen Anliegen:

  • Weiterentwicklung des Referenzertragsmodells, damit auch windärmere Regionen faire Wettbewerbsbedingungen erhalten
  • Prüfung einer Sonderausschreibung für Süddeutschland, um genehmigte Projekte schneller umzusetzen
  • Regionale Ausgewogenheit beim Ausbau, um Systemkosten zu begrenzen und Erzeugung stärker mit dem Verbrauch zu synchronisieren

Rückenwind gibt es aus München: Die Bayerische Staatsregierung bringt am Freitag, den 06.03.26 eine Bundesratsinitiative für eine Sonderausschreibung von bis zu 5 GW Windenergie-Leistung ein – gezielt für Süddeutschland. Diese Forderungen werden auch vom Bürgermeisterappell "Zusammen erfolgreich erneuerbar" unterstützt. Wir begrüßen diese wichtigen Signale für die regionale Energiewende ausdrücklich.

Die Metropolregion Nürnberg steht bereit: Kommunen, Unternehmen und Bürgerinnen und Bürger wollen Verantwortung übernehmen und in die Energiewende investieren. Damit dies gelingt, braucht es verlässliche Rahmenbedingungen, die genehmigten Projekten auch eine faire Umsetzungschance geben. Die Energiewende ist eine gemeinsame Aufgabe – jetzt gilt es, sie regional verankert, wirtschaftlich tragfähig und gesellschaftlich akzeptiert weiter voranzubringen.

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